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Lyrik

Alles schlürft heil an der Stille sich
wie da die Seele sich schwellt
daß sie als schimmernde Hülle sich
legt um das Dunkel der Welt.

Rainer Maria Rilke, (1875 - 1926)

15.1.08 23:33


Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

 

Rainer Maria Rilke
11.10.07 23:36


Traumwunsch

Manchmal wünsch ich mir
Ein paar Flügel
Wie ein kleiner Schmetterling
Oder stolz der alte Condor
Schweben über uns dahin
Und die Leute schauen dumm
Wenn ich mit den Armen schlage
Träum des Nachts und nicht am Tage
Wann werd ich endlich Flügel haben
Oder sollt ich ewig hoffen
Immer nur ein Tänzer sein
Fliegt für mich ihr Schmetterlinge
Fliegt, ich werde für euch träumen

Ulrich P. Hinz

3.5.07 13:40


"Ich liebe meines Wesens dunkel Stunden,

in welchen meine Sinne sich vertiefen.

In ihnen hab ich, wie in alten Briefen,

mein täglich Leben schon gelebt gefunden

und wie Legende weit und überwunden.

*Rainer Maria Rilke (1875- 1926)*

 

16.4.07 14:38


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